Nach 3 Seetagen von Lissabon nach Hamburg war es eine ruhige See, eher Ententeich auch durch die Bisquya und im Ärmelkanal. Das bedeutete aber auch Kofferpacken für die TEFRA-Abholung, insgesamt sollen es 1400 Koffer sein, die vom Schiff geholt werden.
Abschluss am Nachmittag vor Hamburg: Sekt-Empfang, 1800 Sektgläder und 400 Flaschen Prosecco und ein Weltreisekuchen.
Wir sind bereits um 08:00 Uhr von Bord gegangen, da alle Mitreisenden immer vor den Zollkontrollen gewarnt haben – aber bei uns wollte Niemand kontrollieren. Bei der Verabschiedung standen alle wichtigen Personen Spalier und es gab auch noch ein Schokoladenherz.
Also ab ins Taxi und deshalb waren wir bereits um 08:30 am Hauptbahnhof in Hamburg, unser Zug fuhr aber erst um 10:01 Uhr. Viele Züge vor uns hatten ca. 10 Minuten Verspätung – nicht so bei uns, wir waren sogar 6 Minuten früher als geplant in München! Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Hier noch einige Bilder von diversen Zertifikaten.
Jetzt haben wir unsere Weltreise beendet – unserer Meinung nach hätten wir noch mehrere Tage bleiben können.
Das alles wurde während der Reise gegessen, getrunken und ……
Wir haben sehr viele nette Mitreisende kennengelernt und mit denen auch viel Spass gehabt.
Nun freuen wir uns auf Juli, wenn wir mit der ganzen Familie auf der Prima eine 10 tägige Norwegentour unternehmen.
Direkt vom Terminal aus spazierten wir am Tejo entlang, vorbei an der riesigen Praça do Comércio – immer noch beeindruckend, auch wenn heute alles etwas grau und wolkig ist.
Von da geht’s hoch in die Baixa und ein Stück Richtung Alfama – die klassischen engen Gassen mit bunten Häusern, Wäscheleinen und ein paar Trams, die quietschend vorbeirattern.
Das Wetter? Zur Abwechslung mal portugiesisch-regnerisch – nicht der typische Sonnenschein-März, sondern Nieselregen, der einen schnell nass macht. Schirm auf, Kapuze hoch, aber irgendwie passt das sogar zur melancholischen Fado-Stimmung der Stadt.
Mittagessen mal anders: Tacos statt Pasteis!
Statt der üblichen Pasteis de Nata oder Bacalhau haben wir uns heute für Tacos entschieden – kleine mexikanische Oase mitten in Lissabon. Frische Tortillas, ordentlich Carne Asada oder Al Pastor drauf, viel Koriander, Zwiebeln, Limette – richtig lecker und eine willkommene Abwechslung nach Monaten portugiesischer und internationaler Schiffsküche.
Man sitzt gemütlich, schaut den Leuten zu und genießt einfach mal was Würziges, Knackiges, ganz ohne Meeresfrüchte oder Zimt.
Und dann?
Nach dem Essen wird der Regen etwas stärker → kurzer Check: „Reicht’s für heute?“ – Ja, reicht.
Rückweg zum Schiff, noch ein Kaffee an Bord, entspannt vom Balkon aus zugucken, wie Lissabon langsam kleiner wird. Abfahrt am Nachmittag gegen 16 Uhr Richtung Norden – Heimat ruft.
Kurz-Fazit in drei Worten:
Regen. Tacos. Heimreise-Vibes.
War kein großer Sightseeing-Tag, aber genau richtig so – entspannt, lecker, ein bisschen Lissabon-Nostalgie.
Nach so einer langen Reise fühlt sich das fast schon wie ein sanfter Abschied an.
Nächstes Mal wieder mit mehr Sonne und mehr Zeit… aber heute war’s perfekt dosiert. 😊⚓🇵🇹
Nun geht es durch die Bisquaya – Wellengang 1,50 m und am Nachmittag Sonnenschein – wesentlich ruhiger als aktuell in Teneriffa! Wir haben erneut viel Glück.
AIDA Perla liegt fest in Lissabon – auch da hatten wir wieder mach Glück!
Jetzt sind nur noch Massagen und natürlich Koffer packen angesagt
An Silvester 2024 waren wir schon zum 3. Mal in Funchal. Gestern wurden wir zunächst von Regen empfangen, der uns von einem Landgang abhielt.
Dank der Lage unseres Schiffes am Ende der Pier organisierte AIDA einen Shuttlebus für 12 € pro Person. Doch der Regen hielt uns an Bord, wo wir die Zeit verbrachten.
Am Nachmittag zeigte sich dann doch die Sonne, was Wetterbericht nicht vorhergesagt worden war, aber für die Insel nicht untypisch ist. Wir nutzten die Gelegenheit, uns auf dem Balkon zu entspannen und ein letztes Sonnenbad zu genießen.
Am Abend sorgte der Comedian Wolfgang Trepper für eine Stunde voller Lachen und Unterhaltung. Ein gelungener Abschluss des Tages.
Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise nach Lissabon fort. Leider ist der Wetterbericht für dort auch nicht sehr positiv.
Heute steht der Auftritt von Wayne Morris auf dem Programm, den wir unbedingt sehen möchten, da er stets für ausgelassene Stimmung sorgt.
Heute hat uns die AIDAdiva pünktlich um 8:00 Uhr in Santa Cruz de Tenerife sanft an die Pier gelegt. Der erste Blick vom Balkon: türkisfarbenes Wasser, Palmen, die sich im Wind wiegen und die markante Plaza de España schon in Sichtweite. Perfekter Start in einen richtig schönen Kanaren-Tag!
Nach einem entspannten Frühstück sind wir einfach losgelaufen – ganz ohne Busticket oder geführte Tour. Santa Cruz ist herrlich fußgängerfreundlich, und vom Hafen braucht man nur 15–20 Minuten bis ins lebendige Zentrum. Wir sind gemütlich die blaue Linie entlang spaziert, über die schöne Fußgängerbrücke und direkt rein ins Gewimmel.
Unser kleiner Stadtrundgang zu Fuß führte uns erstmal zur riesigen Plaza de España mit ihrem beeindruckenden Brunnen und der modernen Optik. Von dort schlenderten wir weiter zur Plaza de la Candelaria, vorbei an hübschen Kolonialbauten, kleinen Cafés und den typischen kanarischen Balkonen. Die Rambla de Santa Cruz mit ihren alten Bäumen und Straßenkünstlern war ein Traum – hier pulsiert das echte Inselleben. Wir haben sogar kurz im Mercado Nuestra Señora de África reingeschaut: der Duft von frischem Obst, Gewürzen und gebratenen Mandeln war einfach unwiderstehlich. 😍
Gegen Mittag hatten wir dann richtig Hunger. Ziel: Gambas al ajillo – die müssen hier einfach sein! Wir sind in einer kleinen, urigen Tapas-Bar fündig geworden, es war so ein typisches „wo die Locals hingehen“-Plätzchen. Die Gambas kamen brutzelnd heiß in reichlich Knoblauch-Öl daher, mit einem Stück knusprigem Brot zum Auftunken. Dazu ein kühles Gläschen Wein – ich sage nur: Himmel auf Erden. 🦐🍞 Prost, Teneriffa!
Am frühen Nachmittag sind wir langsam zurück Richtung Schiff geschlendert – die Füße sagten „Jetzt reicht’s mit Sightseeing“. An Bord gab’s erstmal eine kleine Dusche, frische Klamotten und dann ab in den wohlverdienten Chill-Modus.
Und weil so ein perfekter Tag natürlich einen krönenden Abschluss braucht, haben wir den Abend in der legendären Haifischbar ausklingen lassen. Motto heute: „Haifischbar“ – und das Programm hatte es in sich! Shanty-Chor, maritime Lieder, ein bisschen Hamburg-Flair mitten auf dem Atlantik. 😂🦈 Die Stimmung war ausgelassen, die Getränke kalt. Was will man mehr?
Fazit des Tages: Santa Cruz ist der perfekte „einfach mal loslaufen“-Hafen. Kein Stress, keine langen Busfahrten, dafür Sonne, leckeres Essen und am Abend das beste Bord-Entertainment. Bis zum nächsten Hafen ist es nicht weit, schon Morgen werden wir in Funchal sein…
Nach sieben erholsamen Seetagen voller Erlebnisse kamen wir am 14. März 2026 mit einem Lächeln im Gesicht und vielen schönen Erinnerungen in Praia an.
Besonders hervorzuheben ist das Family@Sea-Event am 8. März auf dem Pooldeck, bei dem wir bei leckerem Essen und erfrischenden Getränken den Tag genossen.
Ein Drohnenfoto hielt diesen besonderen Moment für die Ewigkeit und, wie wir vermuten, für Werbezwecke fest.
Ein weiteres Highlight war die erneute Äquatorüberquerung am 11. März, bei der wir die traditionelle Neptuntaufe (als Zuschauer) zum nunmehr 8. Mal erlebten und somit erneut nicht offiziell in den Kreis der „Südsee-Pioniere“ aufgenommen wurden.
Diese Seetage waren ein wahres Fest für die Sinne und ein unvergessliches Abenteuer für und mit alle(n) Mitreisenden.
Eine schöne Überraschung: Unsere Tour wurde auch noch von einer Delphinschule begleitet – wunderbar!
Dann erreichten wir Praia, die Hauptstadt der Kapverdischen Insel Santiago. Aufgrund medizinischer Notlagen an Bord legten wir bereits um 7:00 Uhr an, statt wie geplant um 13:00 Uhr.
Die Kap Verden begeistern mit goldgelben Stränden, mächtigen Gebirgen und fruchtbaren Tälern.
Gegen 11:00 Uhr machten sich Holger, Gerlinde und Bernd auf den Weg in die Altstadt. Anstatt den Shuttle für 15 € pro Person zu nutzen, entschieden sie sich für ein Taxi, das für 20 € die Hin- und Rückfahrt ermöglichte und so haben sie ordentlich Geld gespart. 😂
Die Altstadt, gelegen auf einem Plateau, beeindruckte mit dem Präsidentenpalast und einem lebhaften Obstmarkt. Bunte Graffiti zierten einige Wände und verleihen dem Ort eine afrikanische Stimmung und einen besonderen Charme.
Mittags kehrten wir im Bistro Noventa 90 (zählt zu einem der besten Restaurants in Praia) ein. Ein Tipp für Edith und Woidl, solltet ihr nach Praia kommen.
Die Männer genossen ein 500-Gramm-Fondue, während Gerlinde einen Fleischspieß wählte. Mit zwei Softdrinks und einigen Bieren kostete das komplette Essen nur 64 € – ein echtes Schnäppchen und so lecker, dass das Abendessen ausfiel und dies niemand bedauerte – Gerlinde ist erst am nächsten Abend (!) wieder beim Essen gesichtet worden.
Am Abend fand im Theatrium ein unterhaltsames Kochduell statt. Küchenchef Kevin und Entertain Manager Chris traten gegen Show Manager Armen und den Gourmet Paten Franz Schned an. Die humorvolle Veranstaltung sorgte für beste Unterhaltung.
Nun stehen noch zwei Seetage bis Teneriffa bevor, wo die letzte Woche unserer Weltreise beginnen wird.
Unsere Reise führte uns zunächst nach Lüderitz, einem Ort, den wir schon vor einigen Jahren besucht haben und der lediglich durch seine Kirche und eine bescheidene Kneipe in Erinnerung geblieben ist.
Nun lautete unsere Devise: Kirche von Bord aus ansehen und weiterziehen. Nach den Schilderungen von Mitreisenden hat sich wenig verändert und so sind wir immer noch überzeugt, dass diese Entscheidung richtig war.
Bei der Planung unserer Reise überlegten wir, kurz vor der Ankunft zu entscheiden, ob wir ein Visum für Walvis Bay beantragen sollten. Allerdings war dies nicht mehr zum früheren Preis von 15 € pro Person möglich; seit diesem Jahr kostet es nun 80 € pro Person und ist für 90 Tage gültig. (namibian.org)
Angesichts dieser Kosten entschieden wir uns, in Namibia an Bord zu bleiben. Bei einem Eintritt von 80 €/Person wären die Austern ziemlich teuer geworden!
Unsere Erkundungen in Walvis Bay hatten wir bereits vor einigen Jahren unternommen, einschließlich der Düne 7 (selbst dort wird jetzt Eintritt verlangt), der Mondlandschaft, einer interessanten Pflanzenwelt und zahlreichen Flamingos. In diesem Jahr berichteten Mitreisende, dass nur einige weiße Flamingos zu sehen waren.
Trotzdem genossen wir die Zeit an Bord, ebenso wie einige andere Mitreisende.
Nun stehen uns sieben Seetage bis Praia auf den Kapverden bevor. Langweilig wird es dabei keineswegs, denn täglich wird ein tolles Programm geboten.
Nach unserem Aufenthalt in Durban, wo wir bereits alle Sehenswürdigkeiten kannten, entschieden wir uns, in Port Elizabeth an Bord zu bleiben. Einige Mitreisende wagten einen kurzen Ausflug in die Stadt und bestätigten unsere Eindrücke: Port Elizabeth präsentiert sich nach wie vor als eher schmutzig, mit zahlreichen fehlenden Steinen auf den Bürgersteigen – eine echte Stolperfalle! Leider wurde dies einem Mitreisenden zum Verhängnis, der sich dabei die gesamte linke Gesichtshälfte aufriss und einen Krankentransport benötigte. Port Elizabeth eignet sich somit nur als Ausgangspunkt für einen „Zoobesuch“, der hier Safari genannt wird und den wir gerne vermieden haben.
In Kapstadt, das wir bereits von einem früheren dreitägigen Aufenthalt kannten, machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück im French Kiss auf den Weg zur Waterfront.
Der Tafelberg zeigte sich den ganzen Tag über wolkenfrei und bot einen beeindruckenden Anblick. Allerdings musste mit einer Wartezeit von etwa anderthalb Stunden gerechnet werden, um mit der Seilbahn hinaufzufahren.
Während unseres Spaziergangs durch eine Sackgasse beobachteten wir, wie tiefgefrorene Thunfische vom Boot in einen Lkw verladen wurden – ein interessanter, wenn auch unerwarteter Anblick.
Weiter ging es durch das Afrikaviertel, wo es viel zu entdecken gab.
In der Victoria & Alfred Waterfront erledigten wir zunächst unsere Einkäufe. Anschließend genossen wir ein Glas Wein mit Blick auf die Ausflugsboote und einen Seelöwen, der die Möwen neckte, indem er seinen Fisch immer wieder hochwarf – für die Möwen allerdings zu groß!
Gegen 15:00 Uhr meldete sich der kleine Hunger. Ich entschied mich für Austern, während die anderen ein großes Stück Fleisch wählten.
Gut gestärkt machten wir uns dann gemütlich auf den Rückweg zum Schiff, wo noch der Identitätsabgleich stattfand.
Am Abend gab es lediglich Linsensuppe, und wir waren bereit, in unsere Kabinen zurückzukehren, um uns für den nächsten Tag auszuruhen.
Good bye Kapstadt, jetzt geht es weiter Richtung Namibia.
Durban, auch bekannt als das „Miami Afrikas“, begeistert mit über 300 Sonnentagen im Jahr – und wir hatten das Glück, einen dieser strahlenden Tage erleben zu dürfen! 😎
Mit einer Gruppe von sieben Personen machten wir uns auf den Weg zum Strand, nachdem wir am Vortag bereits viele Sicherheitshinweise erhalten hatten schien es besser zu sein in einer Gruppe von Bord zu gehen, wir fühlten uns jedoch zu keiner Zeit unsicher und es ist auch anderen nichts passiert.
Unser erster Halt war eine schattige Shopping Mall, wo wir uns ein wenig umschauten und die ersten Eindrücke aufsogen. Die Hitze war spürbar und unser Durst groß, also kehrten wir schnell in einer Strandbar ein, um uns mit erfrischenden Getränken zu versorgen.
Am Strand angekommen, entdeckten wir dann die beeindruckenden Sandkünstler, die mit ihren kreativen Werken für Staunen sorgten.
Besonders für Holger gab es eine Geburtstagsüberraschung, die ihn zum Lächeln brachte!
Da die Temperaturen über 30 Grad stiegen, entschlossen wir uns, eine Rikscha zum Hafengelände zu nehmen. Holger und ich hatten das Vergnügen, den kleinsten und dünnsten Fahrer zu erwischen, was uns ein bisschen zum Lachen brachte. 😂
Im Hafengebiet angekommen, zog es uns in ein einheimisches Brauhaus, wo wir das lokale Bier probierten. Es war nicht nur lecker, sondern auch wunderbar erfrischend!
Nach dieser kleinen Stärkung machten wir uns auf den Rückweg zum Schiff, um uns kurz zu entspannen und die Eindrücke des Tages sacken zu lassen.
Um 18:00 Uhr stand dann das Geburtstagsmenü auf dem Programm. Wir genossen einen herrlichen Abend, mit köstlichem Essen und einer festlichen Stimmung. Erschöpft, aber glücklich, kehrten wir schließlich auf unseren Balkon zurück. Bei lauem Lüftchen und dem beruhigenden Blick auf das Meer ließen wir den Tag Revue passieren und stießen mit einem Glas Sekt auf die Erinnerungen an. 🥂🍾
Unser unvergesslicher Geburtstag in Durban, der uns ein Lächeln ins Gesicht zauberte!
Unser letzter organisierter Ausflug – La Réunion hautnah im Cirque de Salazie
Heute hieß es wirklich früh aufstehen – 6:00 Uhr Wecker, noch bevor die ersten AIDA-Busse losrollten. Wir wollten unbedingt die ruhige Variante erleben: nur 15 Personen, aufgeteilt in zwei Kleinbusse, jeder mit eigenem Guide. Das hat sich so richtig gelohnt – familiär, flexibel und ohne Gedränge.
Vom Hafen in Le Port ging es direkt nach Norden in den Talkessel Salazie, eine der drei riesigen „Calderas“ der Insel. Schon die Fahrt war ein Traum: knallgrüne Hänge, Bananenplantagen, überall kleine Wasserläufe – und das alles unter einem Himmel, der typisch-reunionisch schnell zwischen Sonne und dicken Wolken wechselte.
Erster kleiner Stopp: ein bunter Hindutempel in St. André.
Wir sind mittlerweile so „tempelgesättigt“, dass wir nur kurz Fotos gemacht haben und schnell weitergefahren sind. Der eigentliche Höhepunkt kam dann: eine Vanilleplantage, geführt von einer Familie, die einst aus Hamburg ausgewandert ist – irre, oder? Da fühlt man sich plötzlich fast ein bisschen zu Hause.
Die Erklärungen waren richtig faszinierend. Vanille stammt ursprünglich aus Mexiko, wo eine bestimmte Biene die Bestäubung übernimmt. Auf La Réunion klappt das mit der Biene leider nicht – also machen das die Menschen per Hand mit einer simplen Kaktusnadel. Drei Sekunden pro Blüte für geübte Hände, aber von der Blüte
bis zur fertigen, verkaufsfertigen Vanilleschote vergehen sieben Jahre! Trocknen, Fermentieren, Sortieren… ein echter Handwerksmarathon.
Natürlich durften wir probieren – der intensive, warme Vanilleduft war überwältigend – und haben ordentlich eingekauft. Ein paar Stangen wandern jetzt mit nach Hause (und wahrscheinlich auch in die Weihnachtsbäckerei 2026).
Weiter ging’s Richtung Hell-Bourg. Die Straße schlängelt sich durch unglaublich üppiges Grün, immer wieder tauchen Wasserfälle auf. Besonders beeindruckend: die Cascade Blanche, auch „Voile de la Mariée“ (Brautschleier) genannt
– ein zarter, langer Schleier aus Wasser, der über die Felsen fällt.
Leider hatten wir Pech mit dem Wetter: dicke Wolken hingen in den Gipfeln, der Piton des Neiges (mit 3.070 m der höchste Punkt) blieb uns größtenteils verborgen. Trotzdem – die Atmosphäre war magisch.
Hell-Bourg selbst hat uns sofort verzaubert. Früher ein Kurort mit heilender Quelle (die nach einem Taifun spurlos verschwand), heute eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Weil die Quelle weg war, haben die Bewohner einfach beschlossen: „Dann malen wir halt alles bunt!“ Und genau das macht den Ort so besonders – pastellfarbene Kreolenhäuser mit Wellblechdächern, Holzbalkone, üppige Gärten. Ein bisschen wie ein Freiluft-Farbkasten mitten im Regenwald.
Direkt nebenan haben wir dann im Wald an einem beliebten Picknickplatz gegessen – sonntags kommen hier die ganze Insel-Familien her. Stilvoll mit Tischdecken, Stoffservietten, warmem Reis, gegrillter Dorade, Hähnchen, Linsen und einer herrlich scharfen Sauce „piment“ – dazu kaltes Bier und danach Kaffee + hausgemachter Kuchen. Einfach, herzlich und unglaublich lecker.
Da war noch der Kardinalsvogel – wegen der roten Federn. Sobald er ein Weibchen gefunden hat, wechselt er das Federkleid auf braun!
Der Rückweg führte uns über die berühmte Nouvelle Route du Littoral – die teuerste Autobahn Europas (früher sogar weltweit genannt). 12–13 km entlang der Küste, teilweise auf Viadukten mit Pfeilern tief im Meer verankert, Kosten pro Kilometer um die 130 Millionen Euro. Allein die Zahlen lassen einen staunen.
In Saint-Denis sind wir noch kurz durch die Altstadt geschlendert – schöne alte Kolonialhäuser mit Holzveranden – und haben dann einen kurzen Abstecher in den Botanischen Garten gemacht, bevor wir zurück zum Schiff nach Le Port kamen.
Ein wirklich runder, informativer und herzerwärmender Tag. Für uns war es der letzte organisierte Ausflug dieser langen Reise. Die letzten 100 Tage waren eine absolute Bilderflut – jetzt kommt erst mal Freiraum: selbst entscheiden, langsam ankommen, die Eindrücke sacken lassen.
Nächster Halt: Südafrika. Mal sehen, was uns da erwartet. Auf nach Durban 🛳️
Pünktlich zu unserem Anlegetag in Victoria, Seychellen, hatte der Wettergott beschlossen, die Regenzeit mal so richtig auszukosten: Es regnete nicht – es goss wie aus Kübeln! Tropische Dusche-Level 10. Aber wir hatten ja einen Ausflug gebucht, also nichts wie raus aus dem Schiff! Innerhalb von Sekunden waren wir komplett durchnässt, die Klamotten klebten, die Haare hingen wie Seetang – aber hey: offene Birkenstocks waren die beste Entscheidung ever! Das Wasser lief einfach fröhlich durch und raus. Frisch geduscht, nur ohne Seife. 😂
Ab geht’s mit dem Guide in den Kleinbus. Erste kleine Stadtrundfahrt durch Victoria – leider im Aquapark-Modus. Wir haben trotzdem „Little Ben“ (die Mini-Uhrenturm-Kopie) und die hübsche Pagode angeguckt – beides sah durch den Regenvorhang irgendwie dennoch nett aus.
Dann raus aus der Stadt, Richtung Norden nach Beau Vallon. Der berühmte Strand mit den ganzen Hotels und Restaurants – bei dem Wetter eher eine dramatische Grau-in-Grau-Nummer mit wild peitschenden Palmen. Trotzdem: Wow, was für eine Kulisse!
Screenshot
Richtungswechsel – ab an die Ostküste und dann gen Süden. Erster Halt: das charmante Künstlerdorf. Hier leben und arbeiten echte Kreative, überall riesige Schildkröten dösen rum…
aber uns zog es magisch an – die einzige Coco-de-Mer-Parfümerie weltweit! 😍
Der Duft dieses legendären Doppelkokosnusss ist wirklich irre – süß, exotisch, ein bisschen verrucht. Wir haben ausgiebig getestet (am Handgelenk, am Hals, am ganzen Unterarm…) und natürlich durfte ein Fläschchen mit an Bord. Mission Parfüm erfüllt!
Weiter zur Kultstätte schlechthin: Takamaka Bay Rum Distillery! 🥃
Hier wird der legendäre Rum gebrannt und wir durften natürlich ausgiebig probieren. Der Guide erklärte alles ganz entspannt, wir nickten wissend und sagten Sätze wie „der hier hat mehr Vanille… aber der mit Kokos ist der Wahnsinn!“ Am Ende hatten wir zwei Flaschen im Arm und das Gefühl, sehr wichtige Entscheidungen getroffen zu haben. (zu Hause schmeckt’s hoffentlich noch besser!)
Mittlerweile hatte Petrus ein Einsehen – die Sonne kam raus, der Himmel wurde postkartenblau. Perfektes Timing für Anse Royale, einem absolut bombigen Strand im Süden! Eigentlich dachten wir: Baden, Schnorcheln, Plantschen… aber nein. Der Magen hatte andere Pläne.
Wir landeten in einem kleinen, typisch kreolischen Restaurant direkt am Wasser und haben uns durch die gesamte Speisekarte gefuttert: Red Snapper, Gambas-Curry, Hai, Hühnchen, alles super würzig und mega lecker. Dazu kaltes Seybrew-Bier und Südafrikanischer Wein – das Gefühl „jetzt könnte die Welt untergehen, Hauptsache der Teller bleibt voll“. 😋
Danach noch eine kleine Strand-Hopping-Runde weiter südlich – Fotostopps an traumhaften Buchten, Granitfelsen, türkisem Wasser, das inzwischen in der Sonne glitzerte wie ein Werbespot. Handy-Akku fast tot vor lauter Fotos. Und dann der krönende Abschluss: Wir bogen ab auf die berühmte Sans Souci Road Richtung Westen/Norden – über den Berg, durch den Morne Seychellois National Park. Vorbei an der alten Tee-Plantage (SeyTe), wo man richtig guten Tee kaufen kann und die Luft nach Zitronengras riecht. Oben am Mission Lodge Viewpoint (oder wie auch immer die Aussichtspunkte heißen) haben wir noch ein paar grandiose Panoramablicke über die Westküste erhascht – grüne Berge, wilder Ozean, kleine Inseln am Horizont. Einfach kitschig-schön.
Und dann? Berg runter, zurück zum Hafen, Schiff wieder erreicht. Beine schwer, Sonne im Gesicht, Rum im Gepäck, Parfüm in der Tasche, Bauch voll kreolischer Köstlichkeiten und ein breites Grinsen im Gesicht.
Eine tolle Überraschung von unserem Roomboy – eine Schildkröte.