Auch hier waren wir schon vor 13 Jahren – damals sind wir mit der klassischen Fahrrad-Rikscha durch die engen Gassen von George Town gerattert und haben (es waren ja nicht so viele) die Highlights abgeklappert. Die Mischung aus UNESCO-Welterbe, bunter Street-Art und den alten shophouses hat uns damals total begeistert.
Diesmal haben wir uns den erneuten Stadtbummel bei über 32 °C im Schatten (und gefühlten 38 °C) geschenkt und stattdessen das Schiff als Basis genutzt – Pool, Schatten, kühle Getränke und die beste Aussicht. Ein paar alte und neue Fotos aus unserem Fundus zeigen, warum George Town immer einen Besuch wert ist:
Die ikonischen Murals (wie die Kinder auf dem Fahrrad oder die Schaukel-Geschwister) sind immer noch da und werden ständig ergänzt – ein echtes Open-Air-Museum.
Nächster Halt: Ko Phuket – Tender-Abenteuer
Weiter geht’s nach Phuket. Hier wird getendert (also mit den Schiffstendern an Land gebracht), und wir machen uns auf eigene Faust mit ein paar Mitreisenden auf den Weg – mal sehen, was uns erwartet.
Vor einigen Jahren hatten wir in Kuala Lumpur bereits einen richtig vollen Tag hinter uns: die beeindruckenden Batu-Höhlen, die majestätischen Petronas Towers und das prächtige Sultan-Abul-Samad-Gebäude. Danach war uns klar: Heute lassen wir es ruhig angehen. Während fast alle anderen Passagiere die Stadt stürmten, blieben wir an Bord, genossen die leeren Liegen am Pool und die seltene Ruhe – nur etwa 50 andere Gäste teilten sich mit uns das Schiff.
Ein paar Bilder haben wir trotzdem hochgeladen, damit ihr euch ein Bild machen könnt, wie idyllisch es dort war.
Direkt neben uns lag die Lili Marleen, ein stattlicher Dreimaster. Inzwischen deutlich in die Jahre gekommen, strahlte sie aber immer noch diesen besonderen Charme vergangener Segeltage aus – und war nach wie vor im Einsatz.
Eigentlich sollte das Schiff gegen 19 Uhr ablegen. Doch an diesem Tag spielte das Leben anders: Der MotoGP-Event und der Staatsbesuch des indischen Premierministers hatten große Teile der Stadt lahmgelegt. Straßen gesperrt, Ausflugsbusse steckten fest – und damit verzögerte sich die Rückkehr der Landausflügler erheblich.
Die Verspätung hatte für uns aber auch etwas Gutes: ein entspanntes, ausgiebiges Abendessen ohne Gedränge. Während wir genüsslich speisten, huschten die Zurückgekehrten entweder noch schnell unter die Dusche oder kamen – immer noch verschwitzt und mit geröteten Gesichtern – direkt vom Bus in den Speisesaal geeilt.
Kurz vor 20 Uhr war es dann endlich so weit. Begleitet von einem gewaltigen Gewitter, grellen Blitzen und tiefem Donner grollte das Kommando: „Leinen los!“
So verließ unser Schiff Port Klang – mit etwas Verspätung, aber mit umso mehr Atmosphäre.
Bisher haben wir sehr viele Orte besucht, die wir entweder noch nie oder seit sehr langer Zeit nicht mehr gesehen hatten. Deshalb haben wir jede Gelegenheit genutzt, uns den neuen Eindrücken zu öffnen – ob Natur, Kultur oder Architektur. Wir haben so viele neue Bilder und Erlebnisse gesammelt, dass uns Tempel, Hochhäuser, Wasserfälle, Vulkane, Affen oder Faultiere inzwischen kaum noch aus der Reserve locken.
Die Reise geht nun in eine neue Phase über, ab jetzt besuchen wir fast nur noch schon bekannte Orte, können es also deutlich entspannter angehen – so auch in Singapur.
Singapur hatten wir zuletzt 2019 besucht. Damals wohnten wir mehrere Tage im berühmten Marina Bay Sands, erkundeten die Stadt ausgiebig zu Fuß und hatten das Gefühl, sehr viel gesehen zu haben. Genug jedenfalls, um es diesmal – bei gefühlten 40 °C – deutlich entspannter anzugehen.
Graffiti geht auch schön!
Wir fuhren mit der Seilbahn hinüber nach Sentosa Island und schlenderten eine Weile durch diesen auf uns sehr künstlich und touristisch wirkenden Freizeitpark.
Mit dem Neujahr beginnt das Jahr des Pferdes!
Baden war allerdings verboten – es gab eine Krokodilwarnung!
Danach ging es weiter in die Satay Street zum Lau Pa Sat Food Market. Dort haben wir sehr lecker und erstaunlich günstig gegessen und das quirlige Treiben mit Interesse beobachtet. Besonders aufgefallen ist uns das Reservieren der Tische: Während man in Deutschland ein Handtuch auf den Stuhl legt, sah man hier Regenschirme, Handys, Autoschlüssel oder sogar Haustürschlüssel auf dem Tisch liegen – eine ganz eigene Art, den Platz zu sichern, während man Essen holt.
Eine Mitreisende verlor dort ihre Geldbörse (inklusive Ausweis, Kreditkarten und Bargeld) – und bekam am nächsten Tag tatsächlich alles unversehrt zurück. In Deutschland wäre das wohl eine andere Geschichte geworden.
Anschließend spazierten wir Richtung Fullerton Hotel, weil wir wissen wollten, ob die kleine Gaststätte gegenüber – damals von einer netten Österreicherin geführt – noch existiert. Leider hat sie die Corona-Zeit nicht überstanden. An ihrer Stelle ist nun ein Restaurant namens „Brotzeit“ eröffnet worden.
Dort gibt es wirklich alles, was man aus Deutschland kennt: Schweinshaxe, Schnitzel, Currywurst, Matjes mit Bratkartoffeln, Kaiserschmarrn und natürlich Warsteiner, Krombacher oder Weihenstephaner vom Fass. Skurril – aber sehr sympathisch.
Gleich um die Ecke liegt das Fairmont Hotel, vor dem eigentlich immer ein Concierge steht und Taxis für die Gäste organisiert. Auch wenn wir keine Hotelgäste waren, dachten wir uns: Hier bekommen wir am schnellsten ein Taxi. Und so war es auch.
Dann passierte etwas sehr Besonderes:
Ein Taxi hielt vor dem Hotel, eine größere Gruppe stieg aus. Wir machten uns mit Gesten bemerkbar und „buchten“ das Fahrzeug. Als wir eingestiegen waren und dem Fahrer sagten, wir wollten zum Hafen, fing er plötzlich laut an zu lachen und schüttelte dabei ständig den Kopf. Er erklärte uns, dass Taxifahrer in Singapur eine Fahrt nicht ablehnen dürfen, solange das Dachschild nicht auf „gebucht“ steht – und dass dieses Schild bei Bezahlung automatisch wieder auf „frei“ springt. Er habe tatsächlich Panik gehabt, wir könnten zum Flughafen oder sonst wohin weit weg wollen – dann hätte er seinen nächsten Termin nicht geschafft: Er war nämlich als Tour-Guide für eine AIDA-Abendtour gebucht. Dass wir genau dorthin wollten, hat ihn so erleichtert und aufgewühlt zugleich, dass er die Fahrt am Ende komplett umsonst machen wollte. Wir konnten uns nur darauf einigen, dass er zumindest unser restliches Bargeld als großzügiges Trinkgeld annahm.
In Ho-Chi-Minh-Stadt waren wir schon vor einigen Jahren und bei Temperaturen über 30 Grad macht es auch keinen Spaß in diesen „Hexenkessel“ zu fahren. So planten wir einen relativ entspannten Tag!
Wir haben uns entschieden, eine bequeme Panoramafahrt nach Vung Tau mit Besichtigungen der 32m hohen Jesusstatue, Villa Blanche und dem Waltempel zu unternehmen.
Der Waltempel ist der Tempel der Fischer, angeblich hat ein Wal einem Fischer das Leben gerettet.
Wir erfuhren, dass im Rahmen einer Verwaltungsreform nun auch Vung Tau offiziell Teil von Ho-Chi-Minh-Stadt (= Saigon) ist, mit nun ca. 16 Mio. Einwohnern, 10 Mio. Mopeds und rund 1,6 Mio Pkw. Dies alles trägt zu der „Erfahrung Saigon“ bei auf die wir diesmal gerne verzichteten.
Auch hier waren wieder viele Reisfelder zu sehen. Vietnam hat davon jede Menge – sie exportieren u.a. den Reis nach China.
Vung Tau ist das Ziel für Urlaub vieler Vietnamesen aus der Stadt. In den nächsten Jahren ist dort alles zugebaut, die meisten Vietnamesen können sich dort aber keine Wohnung mehr leisten, bei einem Durchschnittseinkommen von unter € 700 / Monat ist dies für die meisten viel zu teuer.
Aktuell ist Vollmond und da Fischer in Vung Tau bei Vollmond nicht zum Fischen fahren, wurden die Boote auf Vordermann gebracht bzw. alles Nötige „gebunkert“, damit alles parat ist, wenn es dann in ca. 8 Tagen wieder losgeht.
In den nächsten Wochen, pünktlich zum Neujahrsfest, wird der Freizeitpark eröffnet. Die Palmen sind noch verpackt, denn sie wurden vor Kurzem gepflanzt und erst zur Eröffnung des Parks werden sie wieder ausgepackt.
Dann ging es in das Beach Resort Lan Rung mit einem Mittagessen und anschließend hatten wir 3h Aufenthalt zum Baden und Relaxen – wunderbar. Eine traumhafte Anlage mit sehr vielen Pools.
Die Preise sind in Vietnam für uns sehr günstig – ein Liter Benzin rund 0,55 €, ein Bier und ein Glas Wein am Nachmittag unter 6 Euro.
Dann ging es entspannt zurück zum Schiff – Halt gab es an einem weiteren Tempel, den wir aber nur aus der Ferne sahen, denn Tempel haben wir auf dieser Reise schon sehr, sehr viele gesehen!
Hier waren wir auch vor 7 Jahren – haben damals Hoi An besucht und auf einem tollen Golfplatz in Ba Na Hills Golf (dort gibt es auch die berühmte Brücke) gespielt.
Hoi An wurde 1999 wegen seiner gut erhaltenen Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt und wir erinnern uns gerne an die Japanische Brücke, ein Wahrzeichen aus dem 16. Jahrhundert, das Japaner, Chinesen und Vietnamesen verbindet. Überall hingen Laternen – die Straßen und Flüsse leuchten in allen Farben. Der Thu Bon Fluss fließt durch die Stadt und sorgte für idyllische Spaziergänge am Wasser.
Da diese Erinnerungen noch sehr präsent waren und Vieles bei Wiederholung nicht mehr so toll ist, haben wir uns entschieden, nach dem Verlassen des Hafenterminals mit einem Taxi für 70 US $ von 10:00 bis 21:00 Uhr (nur wir zwei) erst mal zu den Marmorbergen zu fahren. Und hui, das ist was für Bergziegen, alpine Kletterer oder Verrückte. Wir verkörpern nicht alles in uns und quetschen uns deshalb nicht durch Felsspalten und -Vorsprünge, um wieder Buddhas und Göttinnen abzulichten, das haben andere Mitreisende für uns .erledigt, die auch bereit waren sich sich anzustellen um eine Eintrittskarte zu erwerben.
Nach einem Bummel durch die Geschäfte – eigentlich nur Andenken und „Schrott“ sind wir weiter zum Con Market (Chợ Cồn), einer der authentischsten Food-Märkte Da Nangs, hier gab es nur vereinzelt Touristen und kaum jemand der Fremdsprachen verstand. Auch dort wurde schon viel auf das Neue Jahr am 17.2. vorbereitet und auch gekauft.
Und zum Abschluss staunen wir am My Khe Beach.
Das ist ein Traumstrand in Da Nang, der etwa 30 km lang ist. Hier geht die Post ab: Beachvolleyball, Surfen, Stimmung – einen besserern Abschluss des Tour kann es nicht geben. Auch vorbei an der Drachenbrücke bei Tag.
Dort haben wir dann eine Kleinigkeit am Nachmittag gegessen und auch dazu ein Getränk genommen.
Die örtliche Brauerei haben wir auch noch aufgesucht, bevor wir dann doch früher als 21:00 Uhr zum Schiff zurück gefahren sind.
Interessant war unser Shuttle-Fahrer! Ich habe bei einem Mann noch nie so lange Fingernägel gesehen!
Am Abend gab es dann an der Drachenbrücke (Vietnamesisch Cầu Rồng) den feuerspeienden Drachen – einmal in der Woche und wir hatten Glück, denn wir waren am Samstag in Da Nang.
Nun geht es weiter nach Ho-Chi-Min-Stadt, früher Saigon, die letzte Station in Vietnam
Da wir schon in der Halong Bay waren, haben wir uns entschieden, nach Hanoi zu fahren. Allerdings wurde der Ausflug um eine Stunde vorverlegt – also ging es schon um 07:30 Uhr los. Unseres Erachtens mitten in der Nacht!
Bei bewölktem Himmel haben wir dann die Fahrt – ca. 2 1/2h – begonnen. Mit einem kurzen Stopp an einer Raststätte – falls der Morgenkaffee schon durch war – ging es weiter. In Hanoi bei tollen Temperaturen und ab 11:00 Uhr auch Sonnenschein, angekommen besuchten wir zuerst den 1000 Jahre alten Temple der Literartur. Ein Muß für jeden der nach Hanoi kommt, sonst hat man diese Stadt noch nicht gesehen – so unser Reiseleiter!
Dann ging es weiter zum Ba Dinh Square mit Blick auf dasHo-Chi-Minh-Mausoleum, Sitz des Parlaments, verschiedene Regierungsgebäude und Präsidentenpalast.
Es war gerade Antonio Costa, Präsident des Europäischen Rates in Hanoi, deshalb gab es die EU-Flagge neben der Vietnamesischen mit Handshake.
Hoa Lo Prison Museum – auch „Hotel Hilton“ genannt war unsere nächste Station. Dort wurden die Kriegsgefangenen des Vietnamkrieges in kleinsten Zellen mit Fußketten, kaum Essen und Trinken, gefangen.
Endlich – es gab Mittagessen, das super war.
Nach einer guten Stunde Mittagspause ging es weiter zum See Hoan Kiem, wer wollte miteinem Besuch des Ngoc-Son-Tempels (das haben wir uns geschenkt, da wir mittlerweile so viele Tempel gesehen haben). Wir nutzten mehr die Freizeit um durch das alte Viertel von Hanoi zu schlendern, um die ganzen Angebote zu bewundern. Die Preise waren enorm günstig.
100.000 Dong sind ungefähr 3 Euro!
Noch ein paar Impressionen aus Hanoi – was die vielen Mopeds und andere Gefährte so alles laden!
Um den Feierabendverkehr ein wenig zu entlasten müssen Busse Hanoi Altstadt bis 16:00 Uhr verlassen, ansonsten dürfen die erst wieder ab 19:00 Uhr fahren.
Somit machten wir uns schon um 15:30 Uhr wieder auf den Weg Richtung Schiff.
Mit einem Stopp nach ca. 1 1/2 h konnte man noch shoppen und Kunst betrachten. Gegen 18:40, also auch gut 1h später als ursprünglich geplant, waren wir wieder am Schiff.
Da kam dann allerdings die Müdigkeit – ein kleiner Käseteller mit Obst und gutem Wein ging es dann ab auf Kabine.
Nun geht es weiter nach Da Nang – hier verlief die Grenze zwischen Nord- und Südvietnam.
Im März 2019 waren wir zuletzt in Hongkong, daher verzichten wir diesmal auf den Besuch des grossen Buddas und fokussierten nun die Stadt selbst.
Entgegen der Wettervorhersage am Tag vor der Ankunft war es weder regnerisch noch bewölkt, nicht mal diesig. Bei stahlblauem und wolkenlosem Himmel erlebten wir eine wunderschöne Einfahrt zum alten Hafenterminal mitten in der Stadt. Dies war wohl eine der letzten Gelegenheiten, weil auf der Runway des ehemaligen Stadtflughafens nun ein futuristisches und riesiges neues Cruiseship Terminal gebaut wurde und die immer größeren Schiffe nur noch dort anlegen werden.
Um 20:00 Uhr erlebten wir dann wieder einmal die legendäre Licht- und Lasershow am Fluss, diesmal war es jedoch deutlich weniger beeindruckend, seit Corona ist das Geld knapp, die Show wurde eingeschränkt und war nun im Vergleich zu unserer ersten Begegnung nur noch wenig spektakulär und mit nur 8 (früher waren das 20) Minuten auch kürzer.
Am folgenden Morgen machten wir dann einen Zug durch die Stadt, zunächst mit der Fähre nach Hongkong Island, dann mit dem Bus Linie 15 auf den Viktoria Peak (leider etwas diesig). Das ist die teuerste Wohngegend von Hongkong!
Aber am Abend zuvor gab es schon einen Ausflug zum Viktoria Peak bei Nacht, das gab auch schöne Fotos.
Zurück ging es mit der Peaktram und dann folgte ein abwechslungsreicher, von Jenny unserer Reiseleiterin, die in Deutschland aufgewachsen ist, geführter Rundgang durchs Bankenviertel, über die längste Rolltreppe (die tatsächlich zwar steil, aber immer wieder unterbrochen ist), somit also eigentlich wenig spektakulär viele kürzere Rolltreppen in Folge. Anschließend gingen wir durch den Markt bis zum Man Mo Tempel.
Hier zeigte uns Jenny, wie die Einheimischen ihre Wünsche aussprechen. Auch wir haben die Räucherstäbchen angezündet!
Nach einer Nudelsuppe mit Wantan
Screenshot
nutzen wir dann als nächstes öffentliches historisches Verkehrsmittel die „Ding Ding“ genannte Tram (weil sie immer bimmelt beim halten)
und besuchten viele Märkte (Lebensmittel, Gewürze, Kleidung)
sogar für die Hunde gab es Kleider
Mit der U-Bahn ging es dann nach Kowloon zum Blumenmarkt, dem mit über einem Kilometer lang aneinander gereihten Blumengeschäften, mit vielen Orchideen
und Früchten.
(die symbolisch sind für eine 5 Generationen Wohnung) – alles schon auf das im Februar anstehende Neue Jahr ausgerichtet. Viele dieser Blumen kommen aus den Niederlanden. Das Neue Jahr, es beginnt das Jahr des Pferdes, wird 3 Tage gefeiert. Die Frauen sollen rote Unterwäsche tragen.
Dann folgten der Vogelmarkt und danach der Goldfischmarkt.
Sehr eigenartig war, dass dort Vogelnester getrocknet und als Wundermittel verkauft werden – die man allerdings nicht essen sollte, wenn Krebszellen vorhanden sind!
Abschliessend nutzen wir dann noch die U-Bahn und kamen so wieder zurück zu der riesigen Mall, die wir stets durchwandern müssen um aufs Schiff zu kommen.
By by Hongkong
Noch ein interessantes Kennzeichen aus Hongkong. Dieser Pkw darf sowohl in Hongkong, China und sogar in Macao fahren.
Kaohsiung ist eine Stadt mit rund 3 Mio. Einwohnern und einem ganzjährig warmen, herrlichen Klima, experimentierfreudigen Köchen und wunderbaren Shopping-Möglichkeiten.
Die Einfahrt war schon gigantisch mit den vielen bunten Häusern und der kleinen Insel. Das Hafenterminal ist riesig groß und architektonisch besonders, weil einem Wal nachempfunden wurde.
Genau gegenüber von unserem Liegeplatz sahen wir das zweithöchste Gebäude Taiwans, nur wenig kleiner als der 101 Tower.
Wir hatten einen Ausflug „Komm an Land: Zu Fuß durch Kaohsiung“, Dauer 4 1/2h gebucht und wurden von Uschi einer Taiwanerin, die in Düsseldorf gelebt hat, fröhlich in Empfang genommen, dies war auch sehr angenehm, weil sie absolut akzentfrei Deutsch sprach und nicht wie angekündigt englisch.
Zuerst sind wir zum Pier-2 Art Center, eine einzigartige, offene Kunstfläche, die im Jahr 2000 geöffnet wurde. Da gab es dann einen Tee aus dem Hochgebirge mit einer Spezialität (Keks mit Ananasfüllung).
Aus alten Containern wurde dieses Kunstwerk gebaut.
Taiwan war eine japanische Kolonie, und in der Hafenregion wurden viele Waren (z. B. Fisch oder Bananen), umgeschlagen und verschifft, bzw. mit der Bahn weiterverteilt. Nachdem Japan 1945 den Krieg verloren hat und die Kolonie abgeben musste lag diese Fläche mit Gebäuden rund 50 Jahre brach.
Zum Jahrtausendwechsel suchte die Bürgermeisterin nach einem Platz für ein Feuerwerk. Sie hat sich im Hamburg und Essen Anregungen geholt und dann dieses Gebiet genutzt und als Künstlerviertel wieder belebt. Hier findet man nun neben Streetfood auch Künstler, aussergewöhnliche Geschäfte und Restaurants. Besonders am Wochenende ist es quirlig und es herrscht allgemein eine fröhliche Stimmung.
Dann ging es weiter zum von den Japanern erbauten ersten Bahnhof, die Gleise sind immer noch vorhanden.
Weiterhin gibt es eine in 2020 fertiggestellte Fußgängerbrücke, die sich schwungvoll in die Umgebung fügt, die erste Fußgängerbrücke in Taiwan und die längste in Asien. Besonders ist, dass sie sich täglich um 15:00 Uhr und 17:00 Uhr öffnet und um 90 Grad dreht. Als interessierte Touristen gingen wir natürlich auch darüber und wurden auf der anderen Seite von weiteren Kunstinstallationen und einer Autotuning Messe überrascht.
Bekannt ist Kaohsiung auch durch das spektakulare Gebäude „Pop Music Center“, das aussieht wie ein Koralle und welches wir danach besuchten. Platz gibt es dort für ca. 6000 Menschen.
Es war auf alle Fälle ein interessanter und vor allem sonniger Tag mit Uschi und nach rund 14.000 Schritten später erreichten wir wieder das Terminal, dort ging es zur Identitätskontrolle, da wir wieder ausreisen gab es einen weiteren tollen Stempel im Pass.
Aktuell geht es durch die Straße von Taiwan, umgeben von vielen Fischerbooten, nach Hongkong.
Leider gibt es erst nach Hongkong wieder eine stabile Internetverbindung.
Taipeh vereint traumhafte Landschaften, modernes Stadtleben und kulturelles Erbe. Sehenswürdigkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart bilden ein aufregendes Kontrastprogramm.
Wir sind bei strömendem Regen vom Hafen in Keelung nach Taipeh gefahren, um zuerst auf den Taipei 101 (508 m) zu kommen und die Stadt aus der Vogelperspektive zu sehen.
Der Regen hat nachgelassen, aber als wir nach 34 Sekunden in der 89. Etage (392 m) angekommen sind, gab es leider Nebel. Ein Fernsehteam war auch schon vor Ort – denn am nächsten Tag will ein Amerikaner außen hochklettern – was für eine Wahnsinnsidee!
Wie wir gehört haben, hat er einen neuen Weltrekord aufgestellt. Er hat es geschafft, ohne Sicherung in gut 3h nach oben zu kommen.
Nach dem Besuch des Taipei 101, der erdbebensicher gebaut wurde und im Inneren mit riesigen Pendeln ausgestattet ist, die das Gebäude stabilisieren,
sind wir über diverse Rolltreppen an allen bekannten Luxusläden vorbei – ein Traum von einer Mall. Hier kann man nicht nur shoppen, sondern auch die moderne Architektur und das pulsierende Leben in vollen Zügen genießen.
Wir besuchten noch die Chiang-Kai-Shek-Gedächtnishalle, ein beeindruckendes Bauwerk, das dem ehemaligen Präsidenten und der nationalen Identität Taiwans gewidmet ist. Dort findet jede volle Stunde eine Wachablösung statt, die eine majestätische Zeremonie darstellt und viele Besucher anzieht. Die Halle ist umgeben von weitläufigen Gärten und symbolisiert die Hoffnung und den Fortschritt des Landes.
Den taoistischen Bao-An-Tempel besuchten wir noch zum Abschluss, bevor es wieder zurück aufs Schiff ging. Dieser Tempel, der dem Gott der Literatur gewidmet ist, beeindruckt durch seine kunstvollen Schnitzereien und lebhaften Farben. Hier spürt man die tiefe religiöse Tradition und das kulturelle Erbe Taiwans.
Die Mischung aus modernen Wunderwerken und historischen Stätten macht Taipeh zu einem unvergesslichen Ziel, das sowohl die Seele als auch die Sinne berührt.
Nun geht es weiter in den Süden und wir freuen uns auf Sonne und bis zu 25 Grad in Kaohsiung 😎
Ishigaki ist die südlichste der Yaeyama-Inseln, umgeben vom Ostchinesischen Meer und dem Pazifischen Ozean.
Unser Ausflug ging nach einem kurzen Fotostopp mit Blick auf Ishigaki in die Kabira-Bucht, im Regenwald gelegen, traumhaft schön, auch ohne Sonnenschein.
Dann ging es weiter zum Mittagessen, hier gab es das berühmte Ishigaki-Beef, welches sich jeder Teilnehmer selbst am Tisch mit einem Gaskocher zubereiten konnte, unerwartet, ungeahnt, aber lecker wars dennoch, vor allem für Holger.
Mit dem Glasbodenboot ging es dann bei recht starkem Seegang hinaus Richtung Riff, um die Korallen zu sehen und Fische zu beobachten. Es war auch ein „Nemo“ dabei, der sich aber nicht richtig gut fotografieren ließ.
Findet Nemo!
Ishigaki ist bekannt auch bekannt für seine schwarzen Perlen. In der Bucht werden die Akoya Austern zur Zucht klassischer, weiß-cremefarbener Salzwasserperlen verwendet, die für ihren hohen Glanz bekannt sind, was dann auch die Kreditkarte bemerkte.
Dann gab es noch das Yaima Village mitten im Dschungel. Dort wurde ein Dorf aufgebaut, wo man sehen kann, wie die Bauern, Fischer oder Sumurais früher gelebt haben.
Dort gibt es auch die Totenkopfäffchen. Man sagt, dass diese die Leute anspringen, wenn sie Wärme finden und dann kann es passieren, dass diese Pipi machen, allerdings rieche das nicht meinte jedenfalls Jacky,
unser Reiseleiter der in Berlin aufgewachsen ist und nun seit 4 Jahren in Japan lebt.
Nun verlassen wir Japan – schade. Da gab es sogar an den Bushaltestellen Dusch-WC’s mit Sitzheizung und alles war sehr sauber. Mitreisende hatten am letzten Tag sogar den Plan noch eine öffentliche Toilette aufzusuchen, sowas haben wir, insbesondere von Frauen bislang noch nie gehört.
Sogar unser Kapitän legt so pünktlich ab, wie der Shinkansen fährt. Punkt 18:00 ging es weiter nach Taipeh/Keelung.